Äuglichkeit

„Endlich erfüllt sich der Traum der Avantgarde: Dank digitaler Technik entstehen neue Bildkulturen und verschmelzen Kunst und Leben.“ Hanno Rauterberg stellt in einem Artikel über digitale Kunst die Frage, wie sich die Demokratisierung des Bildermachens auf Künstler, Museen und den Kunstmarkt auswirkt, erfrischend neu. Zur Mündlichkeit und Schriftlichkeit sei eine Äuglichkeit hinzugekommen, die den bisher gültigen Werk- und Wertbegriff der Kunst erschüttert. Während seit Duchamp immer wieder Kunstwerke mit Alltagsdingen verwechselt wurden, bekommt im Zeitalter digitaler Bilder plötzlich alles Alltägliche kunsthafte Züge. Wie sich das Museum verhält, als jene Institution, die den (Bild-)werken bisher einen Kunststatus verliehen hat und welche neue Rolle der Kurator dabei einnimmt beschreibt Rauterberg vielschichtig und präzise hier.

Kommentar (1)

  1. Pinkback: this is not | Florian Kuhlmann | so frisch so gut

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