Komplizenschaft

Die Kulturwissenschaftlerin Gesa Ziemer wirft in ihrer Publikation einen Blick auf das Modell der Komplizenschaft, das „Neue Perspektiven auf Kollektivität“ eröffnen kann.

Entgegen anderen Modellen des gemeinschaftlichen Handelns, wie etwa das Arbeiten in Teams oder Netzwerken, stellt Ziemer die Komplizenschaft als besonders fruchtbare Art der Zusammenarbeit heraus. Aus dem Strafrecht und der Kriminologie kommend, beschreibt der Begriff der Komplizenschaft eine Mittäterschaft, die sich dadurch kennzeichnet, dass eine Kleingruppe temporär einen Plan schmiedet und diesen gemeinsam in die Tat umsetzt.

Angewandt auf innovative Umgebungen, wie beispielsweise die Zusammenarbeit in Projekträumen, kann der negativ konnotierte Begriff der Komplizenschaft, so als produktive Arbeitsform charakterisiert und positiv umgedeutet werden.

Gesa Ziemer: Komplizenschaft. Neue Perspektiven auf Kollektivität, 2013 Bielefeld.

Bild / Image © Sarah Sigmund

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