Accomplices Plot III

The Great Bubble of Important Nothings

Fünf KomplizInnen, begeben sich im dritten Plot der Reihe „Accomplices“ auf verschlungenen Wegen auf die Pfade der Finsternis. In der Vergangenheit KomplizInnen ohne es zu wissen, verbinden sie in der Gegenwart ihre Recherchen, Arbeitsweisen und Philosophien miteinander und teilen sie in einer Ausstellung sowie in Vorträgen und Workshops mit dem Dresdner Publikum. Die Begrifflichkeiten Zeitgenossenschaft, Aneignung und Identitäten in der Kunst sollen mit Blick auf die „Hölle der Gegenwart“ betrachtet werden.

Denn Zeitgenosse ist, wer die Dunkelheit seiner Zeit als etwas wahrnimmt, das ihn angeht, das nicht aufhört, ihn anzusprechen, etwas, das sich mehr als jedes Licht unmittelbar und ausschließlich an ihn richtet. Zeitgenosse ist derjenige, dem die Strahlen der Finsternis seiner Zeit frontal ins Gesicht fallen. Zeitgenossenschaft gibt es nicht ohne Passion für die Gegenwart. Nur in der Leidenschaft für die Gegenwart, die den eigenen Horizont durchkreuzt und als derartige Transgression registriert wird, ist eine gegenwartsoffene, zugleich aber auch zukunftsoffene (weil in der Gegenwart nicht zu haltende) Zeitgenossenschaft möglich.

„This ‚accident‘ is provoking a reversal of values. In my view, this is positive: the accident reveals something important we would not otherwise know how to perceive.“ (Paul Virilio e Sylvère Lotringer The Accident of Art 2005)

Man muss sich den Unfall zu eigen machen, ihn zum Schaffensprinzip ernennen, denn durch ihn wirken die dunklen und mysteriösen Kräfte unserer Zeit auf unser aller Identitäten. Diese Geister in einer holographischen Realität, die getrieben werden durch die Fragmentierung der kognitiven Erfahrung, machen im verborgenen Moment durch die Einzigartigkeit des künstlerischen Diskurses Aneignungsprozesse und Identitätskonstruktionen sichtbar und hinterfragbar.

 

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